Siebenjähriger klettert durch Europa
20.09.2010
Ein Hauch Europa war am Samstag in Lübben zu spüren. „Europa sind wir“ war das Motto während des Tags der offenen Tür in der Kreisverwaltung des Landkreises Dahme-Spreewald.
Zahlreiche Besucher pilgerten über die Flure des Verwaltungssitzes in der Reutergasse in Lübben. Sie schauten in Büros, löcherten die Mitarbeiter mit Fragen und wurden selbst aktiv. »Wann hat man denn schon mal Gelegenheit, die einzelnen Bereiche des Landratamts in Ruhe zu besuchen?«, fragte Doris Galke. »Im Kreistagssaal beispielsweise war ich noch nie.« Zahlreiche Vereine und Organisationen haben sich dort präsentiert. Rund um den Kreistagssaal waren verschiedene kreisliche Dienste mit Angeboten vor Ort, war aber auch Europa greifbar. Etwa auf der sechs Meter hohen Kletterpyramide. Tim (7) kletterte zum Gipfel - und damit durch Europa. Gleich nebenan drehte sich das Glücksrad inklusive Sprachrätsel mit Fragen über die Europäische Union (EU). Auch die Mal-und Bastelstraße stand im Zeichen von Europa. Der Europaverein Dahme-Spreewald etwa war mit einem Infostand präsent. Seit neun Jahren gibt es die internationale Jugendbegegnung »Wir in Europa - Jugend im Dialog« der Landkreise Dahme-Spreewald, Wolsztyn (Polen) und der Region Soleczniki in Litauen. Die Jugendbegegnung wird jetzt weitergeführt. Dahme-Spreewald- Landrat Stephan Loge (SPD), Wolsztyns Landrat Ryszard Kurp, Zdzislaw Palewicz aus der Region Soleczniki und Jürgen Pankonin, Geschäftsführer der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam, unterzeichneten am Samstag die Kooperationsvereinbarung 2011 bis 2013. Zudem wurde das zehnjährige Jubiläum der Kreispartnerschaft zwischen den Landkreisen Dahme-Spreewald und Wolsztyn gefeiert. Junge Menschen mit Behinderung aus beiden Ländern haben während eines vorherigen Workshops ein gemeinsames Symbol gestaltet. Das Symbol soll den Verbundcharakter der deutsch-polnischen Behindertenarbeit verkörpern, wie Sven Eigenwillig erklärt. Vorgestellt wurde zudem das deutsch-polnische Projekt »Gemeinsamkeit verbindet«.
Andreas Staindl/asd1 QUELLE: Lausitzer Rundschau


