Europa: Dahme-Spreewald? Kennen wir! Der Landkreis hat in Brüssel einen guten Namen – und scheint sogar sehr beliebt zu sein
30.12.2009
BRÜSSEL - In Brüssel liegt Brandenburg an der Ecke Rue Joseph / Avenue Livingstone – und damit nur wenige Meter vom Hauptgebäude der Europäischen Kommission, dem Berlaymont, entfernt. Im Herzen des EU-Regierungsviertels sorgen die Mitarbeiter der Landesvertretung für einen glanzvollen Auftritt Brandenburgs – und seines Landkreises Dahme-Spreewald.
BRÜSSEL - In Brüssel liegt Brandenburg an der Ecke Rue Joseph / Avenue Livingstone – und damit nur wenige Meter vom Hauptgebäude der Europäischen Kommission, dem Berlaymont, entfernt. Im Herzen des EU-Regierungsviertels sorgen die Mitarbeiter der Landesvertretung für einen glanzvollen Auftritt Brandenburgs – und seines Landkreises Dahme-Spreewald.
„Der Landkreis Dahme-Spreewald ist hier in Brüssel sehr aktiv", sagt der Leiter der Landesvertretung, Marcus Wenig, auf dem Weg in sein Büro im ersten Stock. Hier hat er in diesem Jahr schon Landrat Stephan Loge empfangen. „Im Mai hat sich der Landrat vor Ort über die aktuelle EU-Politik informiert und mit Vertretern der Europäischen Kommission über Beihilfe- und Vergaberechte diskutiert", erzählt Wenig und fügt zur Erklärung an: „Dabei geht es darum, wie sich Gemeinden unter Beachtung des EU-Rechts zusammentun können, um Aufgaben gemeinsam zu bewältigen und so die Kosten für die Bürger zu senken."
Doch nicht nur Landrat Stephan Loge war vor Ort in Brüssel unterwegs. Marcus Wenig erinnert sich auch an mehrere Besuche der Europabeauftragten des Landkreises Anika Damian. „Erst im Oktober war Frau Damian hier und hat mit Kommissionsvertretern über die Förderpolitik im ländlichen Bereich gesprochen", sagt Wenig. Nicht alle Landkreise seien in Brüssel so aktiv wie Dahme-Spreewald. „Dabei haben die lokalen Politiker hier die Chance, ihre Region zu präsentieren und sich ins Gespräch zu bringen."
Dahme-Spreewald ist das gelungen. Gerade der Bau des Großflughafens BBI sorgt in Brüssel für Gesprächsstoff. Im letzten Jahr wurde das Projekt vor Ort präsentiert. „Mit einem Alleinstellungsmerkmal wie dem BBI können wir hier für den Landkreis werben und Investoren für die Region gewinnen", erklärt Marcus Wenig. Ein zweites Aushängeschild ist der Tourismus im Spreewald. Mit Ausstellungen und Broschüren vermittelt die Landesvertretung den Kommissionsmitarbeitern einen Eindruck von der Region. „Wir sagen ihnen: Schaut her, so schön ist unser Landkreis, da lohnt es sich nicht nur Urlaub zu machen, sondern auch zu investieren und zu fördern."
Um das Schaufenster des Landkreises möglichst glanzvoll zu dekorieren, ist die Landesvertretung auf Bilder und Texte aus Dahme-Spreewald angewiesen. Ein Blick auf den Broschürenstapel in der Rue Joseph zeigt: Der Landkreis scheint beliebt zu sein. Fast alle Infomaterialien sind vergriffen. Doch die MAZ hat Nachschub mitgebracht. In einem Paket des Dahme-Seen Tourismusverbandes hat Geschäftsführerin Susanne Thien alles Wissenswerte über die Region zusammengestellt.
Marcus Wenig ist von dem Mitbringsel begeistert: „Mit diesem Infomaterial können wir bei der Kommission noch größeres Interesse für den Landkreis wecken." Schon bald könnten die Broschüren nebenan im Berlaymont als Werbung dienen. Hier klopfen die Mitarbeiter der Landesvertretung hin und wieder bei Kommissionsvertretern an und zeigen das Potential des Landkreises auf. „Je bekannter Dahme-Spreewald bei der Kommission ist, desto größer ist die Chance, dass der Landkreis als Partner für Projekte ins Gespräch kommt", erklärt Wenig, während er die Broschüren durchstöbert. Sein Resümee ist eindeutig: „Dahme-Spreewald hat wirklich viel zu bieten." (Von Meike Jänike)
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 30.12.2009

